Katzen Ratgeber
Wie alt wird eine Katze
Katzen haben eine Lebenserwartung von durchschnittlich 12-16 Jahre. Eine Faustregel, die besagt ein Katzenjahr entspricht 7 Menschenjahren ist sehr irreführend, da sie die gänzlich verschiedene Entwicklung der Katze im Vergleich zum Menschen nicht berücksichtigt. Deshalb hier folgende Tabelle.
![]() |
3 Monate | 3 Jahre |
![]() |
6 Jahre | 40 Jahre |
![]() |
| 4 Monate | 5 Jahre | 7 Jahre | 44 Jahre | |||
| 6 Monate | 10 Jahre | 8 Jahre | 48 Jahre | |||
| 8 Monate | 14 Jahre | 9 Jahre | 52 Jahre | |||
| 12 Monate | 16 Jahre | 10 Jahre | 56 Jahre | |||
| 18 Monate | 20 Jahre | 11 Jahre | 60 Jahre | |||
| 2 Jahre | 24 Jahre | 12 Jahre | 64 Jahre | |||
| 3 Jahre | 28 Jahre | 13 Jahre | 68 Jahre | |||
| 4 Jahre | 32 Jahre | 14 Jahre | 72 Jahre | |||
| 5 Jahre | 36 Jahre | 15 Jahre | 76 Jahre | |||
| 12 Tage | 3 Monate | 2 Jahre |
Katzen Erziehung
Katzen egal welcher Rasse sind sehr intelligente und
lernfähige Lebewesen.
Katzen erlernen daher sehr schnell was erlaubt oder
verboten ist.
Eine Dressur wie bei einem Hund ist bei dieser
individualistischen Tiergattung aber nicht möglich.
Aber das schätzen Katzenliebhaber ja besonders an ihrem
Liebling.
Für eine erfolgreiche Erziehung Ihrer Katze
brauchen Sie zwei Eigenschaften, nämlich Geduld und
Konsequenz.
Unter Konsequenz verstehe ich, dass Sie eine Handlung nicht
heute erlauben und morgen verbieten. Woher soll das Kätzchen
wissen wann etwas erlaubt beziehungsweise verboten ist.
Unter Geduld, dass Sie, wenn Sie nicht möchten, dass das
Tier auf den Tisch geht, es eben 10 oder 20 mal wieder
herunternehmen.
Sie dürfen eine Katze nie schlagen oder anbrüllen; das
Tier soll schließlich nur angenehme Dinge mit Ihnen in
Verbindung bringen, ansonsten könnte es scheu werden. Also
die Katze, falls Sie sie beim kratzen an Ihren Möbeln
erwischen, durch einen Zischlaut oder Händeklatschen
aufmerksam machen, vom Ort des "Verbrechens" wegnehmen, an
den Kratzbaum setzen und dort loben und streicheln. Bei ganz
hartnäckigen "Sündern" kann man das Kätzchen auch mit einem
harmlosen Spritzer aus einer Wasserpistole oder Sprühflasche
von seinem Tun abbringen. Aber hier noch einmal, das
Kätzchen darf die unangenehme Situation nicht mit Ihnen in
Verbindung bringen.
Gefahrenquellen
Katzen sind wie Kinder arglos im Umgang mit Gefahren, sie
erkennen mögliche Gefahrenquellen nicht, oder schätzen diese
falsch ein.
Aber wenn Sie mit offenen Augen durch Ihre
Wohnung gehen und gewisse Vorsichtsmaßnahmen einhalten, kann
eigentlich nicht viel schief gehen.
Die meisten Unfälle
passieren durch Stürze. Balkone sollten durch die Anbringung
eines Netzes daher katzengerecht gesichert werden. Auch für
gekippte Fenster gibt es Netzsicherungen, so dass sich die
Katze nicht mit ihrem Kopf verklemmen kann.
Bei einem
Jungtier sollte man den Toilettendeckel geschlossen halten
und die Badewanne nicht unbeaufsichtigt vollaufen lassen.
Jungtiere sind sehr neugierig und die Gefahr, dass sie sich
nicht selbst aus einer misslichen Situation befreien können
ist sehr groß. Durch die einfache Beachtung der
beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen, kann man die Gefahr des
Ertrinkens ausschließen.
Um Ihre Sinne zu schärfen, hier
eine Liste möglicher Gefahren.
Die einzelnen Punkte sprechen
eigentlich für sich selbst. Einen Anspruch auf
Vollständigkeit erhebe ich aber ausdrücklich nicht.
-
Plastiktüten - Stecknadeln - Putzmittel, Medikamente - Türen
von Kühlschrank, Waschmaschine, Wäschetrockner, Backofen -
heiße Herdplatten
Und hier noch eine Aufstellung giftiger
Zimmerpflanzen:
- Alpenveilchen - Amaryllis - Anthurie -
Azalee - Calla - Christusdorn - Clivie - Dieffenbachie -
Korallenbeere - Orchidee - Philodendron - Stechpalme -
Usambaraveilchen - Weihnachtskaktus - Weihnachtsstern -
Wüstenrose - Zimmerazalie
Impfungen und Entwurmung
Um die Katze vor gesundheitlichen Risiken zu
schützen, gehört der jährliche Besuch beim Tierarzt zum Pflichtprogramm.
Dort werden alle notwendigen Impfungen aufgefrischt, und Sie
bekommen dort auch eine Paste oder Tabletten zur Entwurmung.
Eine Entwurmung soll auch bei reiner Wohnungshaltung zumindest
einmal im Jahr durchgeführt werden.
Zuerst einmal ein möglicher Impfplan für Katzen und danach
seine Erklärung.
|
Impfung gegen: |
Erstimpfung |
Zweitimpfung |
Auffrischungsimpfung |
| Katzenseuche | 8 Lebenswoche | 12 Lebenswoche | jährlich |
| Katzenschnupfen | 8 Lebenswoche | 12 Lebenswoche | jährlich |
| Leukose | 16 Lebenswoche | 19 Lebenswoche | jährlich |
| Tollwut | einmalig 12 Lebenswoche | jährlich | |
| FIP | 19 Lebenswoche | 22 Lebenswoche | jährlich |
| Chlamydien | 8 Lebenswoche | 12 Lebenswoche | jährlich |
Katzenseuche:
Ansteckung erfolgt direkt von Tier zu Tier, oder Virusträger aus
der Umwelt. Heilung nur selten möglich. Eine Impfung bietet
nahezu 100% Schutz.
Katzenschnupfen:
Übertragung erfolgt direkt von Tier zu Tier, oder auch indirekt
durch Calici- oder Herpesviren. Es können unheilbare
Folgeschäden auftreten. Eine Impfung bietet sehr guten Schutz.
Leukose: Katzenleukämie
Die Katze wird durch Ausscheidungen eines an Leukose erkrankten
Tieres infiziert. Keine Heilung möglich. Nahezu 100% Schutz
durch Impfung
Tollwut:
Wird durch Speichel von Tier zu Tier übertragen. Bei Freigängern
ein muss. Die Krankheit verläuft tödlich. Eine Impfung bietet
nahezu 100% Schutz
FIP: Feline Infektiöse
Peritonitis
Durch Corona-Viren hervorgerufen. Infizierung direkt durch
Virusträger. Verläuft tödlich. Eine Impfung bietet etwa eine 70%
Sicherheit
Chlamydia:
Wird durch Bakterienausscheider, meistens Vögel, übertragen.
Führt zu starker Augenentzündung, die allerdings mit Antibiotika
gut zu behandeln ist.
Ein Kätzchen sollte mit 12 Wochen prophylaktisch
entwurmt und vollständig gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen
geimpft sein.
Falls Sie Ihre Katze nur in der Wohnung halten ist dieser
Impfschutz meist ausreichend. Ich empfehle trotzdem das Tier
gegen Leukose impfen zu lassen, da diese Krankheit, sollte sich
die Katze doch zufällig infizieren, in der Regel tödlich
verläuft.
Eine Tollwutimpfung ist dringend anzuraten, falls das Tier ins
Freie kommt oder einmal zufällig dorthin gelangen könnte. Wenn
Sie mit Ihrer Katze verreisen wollen, ist eine Tollwutimpfung
obligatorisch.
Ähnlich verhält es sich bei FIP. Wenn die Katze mit freilebenden
Artgenossen in näheren Kontakt kommen kann, ist eine Impfung
anzuraten.
Eine Impfung gegen Chlamydien empfiehlt sich nur wenn Vögel, wie
Sittiche oder Papageien im Haus leben. In diesem Fall empfiehlt
es sich ein Kätzchen möglichst früh zu impfen.
Kastration und Sterilisation
Als erstes möchte ich mit Vorurteilen, die sich bis
heute hartnäckig halten, aufräumen.
- Das Katzen nach der Kastration ihren Charakter
verändern.
- Das kastrierte Tiere fett und faul werden.
Beides stimmt definitiv nicht.
Kätzinnen, die nicht kastriert werden, können alle zwei
Wochen rollig werden. Das Tier rollt sich gurrend auf
dem Boden und schrei lauthals um einen Kater anzulocken.
Unter diesem Zustand leidet das Tier, das seinen
Sexualtrieb nicht ausleben kann, sehr. Wie sicherlich
auch die Nerven der anderen Mitbewohner deutlich in
Mitleidenschaft gezogen werden.
Diese so genannte Dauerrolligkeit birgt überdies auch
gesundheitliche Risiken, wie z.B. Gebärmuttervereiterung
oder Gesäugetumore.
Bei Katern stellt sich das Problem etwas anders dar. Geschlechtsreife Kater markieren ihr Revier mit übel riechendem Urin, so dass man schon aus Eigeninteresse das Tier kastrieren lassen wird.
Zur Information sei hier noch angemerkt, dass man
sowohl bei Katzen wie auch bei Katern von Kastration
spricht.
Unter Kastration versteht man bei Katern die Entfernung
der Hoden; bei Kätzinnen die Entfernung der Eierstöcke.
Unter einer Sterilisation ist lediglich die
Unfruchtbarmachung von Kater oder Katze zu verstehen.
Also die Unterbrechung der Samen- beziehungsweise der
Eileiter.
Eine Sterilisation löst also die oben geschilderten
Probleme von geschlechtsreifen Katern oder Kätzinnen
nicht.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage nach dem besten Zeitpunkt für die Kastration. Da die Entwicklung des Tieres zu einem gewissen Teil auch hormonell gesteuert wird, rate ich vor der Kastration die Geschlechtsreife abzuwarten. Bei Kätzinnen etwa im 8-10 Monat, bei Katern etwa 9-12 Monate. Heute raten manche Tierärzte die Kastration im ersten Lebenshalbjahr vorzunehmen, da der Eingriff von jungen Tieren anscheinend noch besser verarbeitet wird.








